Das 200-Jahre-Jubiläum des Neusser Bürger-Schützen-Vereins (NBSV) im kommenden Jahr wirft seine ersten Schatten bereits vor dem diesjährigen Schützenfest voraus und soll Feierlichkeiten für Groß und Klein bedeuten. Damit schon kommende Generationen von aktiven Schützen und Nüsser
Röskes das traditionsreiche Brauchtum in der Quirinusstadt besser kennenlernen können, plant der NBSV auch die vielfältige Einbindung der Neusser Schulen und Kindertagesstätten in die Gestaltung des umfangreichen Festkalenders.

Die „Arbeitsgruppe Jubiläum“ des NBSV unter der Leitung von Komiteemitglied Dr. Christoph Ulrich hat dafür ein buntes Angebot für die Neusser Kinder und Jugendlichen ausgearbeitet. Alters- und interessengerecht können sich die Kleinsten und Schüler auf unterschiedliche Weise mit dem Themenfeldern „Neusser Schützenfest“ und „Schützenwesen“ beschäftigen. Der Clou sämtlicher Aktivitäten sind für Teilnehmer zahlreichen Möglichkeiten zur öffentlichen Präsentation ihrer Arbeiten, die sowohl im kreativ-handwerklichen als auch in gesellschaftswissenschaftlichen Bereichen angesiedelt sein können.

„Unsere Angebote dokumentieren, dass wir fest in der Neusser Gesellschaft verwurzelt sind. Bei der Ansprache aller Gesellschaftsbereiche wollen wir Kinder und Jugendliche mit unserem Schützenfest vertraut machen und schon früh Interesse für uns wecken“, sagt Dr. Ulrich über das Nachwuchsprogramm“ zum Jubiläum. Alle Kindertagesstätten und Schulen im Neusser Stadtgebiet erhielten noch vor Beginn der Sommerferien am Freitag von Schützenpräsident Martin Flecken und NBSV-Vizepräsident Mario Meyen ein Informationsschreiben mit Beschreibungen der geplanten Aktivitäten.

Die Komiteespitze kündigte in dem Brief weitere Details für den Spätsommer an. Zwei einmalige Ereignisse ragen aus den Angeboten zum
Jubiläum beim Schützenfest 2023 heraus: Für die Kinder von Grundschulen und Kindertagesstätten wird am Schützenfestsamstag (26. August 2023) kurz nach Eröffnung des Heimatfestes durch das Böllern der Geschütze auf dem Markt eine eigene Parade mit einem anschließenden Umzug (in Begleitung) abgehalten, an der die Kleinsten gerne in selbst entworfenen Uniformen teilnehmen können und bei denen „große“ Musikkapellen und Tambourcorps aufspielen.

Am Abend des gleichen Tages sollen als Höhepunkt des „Projektes Großfackel“ für den Kunstunterricht an weiterführenden Schulen die bei Bedarf mit Unterstützung von „Paten-Zügen“ aus den Korps erstellten Modelle im Fackelzug mitgeführt und der Neusser Bevölkerung präsentiert werden. „Gerade das Thema Großfackeln ist eine ideale Möglichkeit, junge Menschen für das Schützenfest zu begeistern. Außerdem wissen wir, wie gerne gerade jüngere Kinder selbst marschieren wollen, so dass die Kinderparade eine schöne Möglichkeit darstellt, den Familien etwas zurückzugeben“, glaubt Ulrich an zwei Volltreffer im Programm.

Ähnlich wie beim Fackelbau ist künstlerisches Geschick auch beim Fahnenprojekt für alle Schulen gefragt. Dabei sind Entwürfe für möglichst viele individuelle Flaggen sowie eine „große“ Schulfahne, die auch in der Stadt gehisst werden soll, das Ziel. In einem Musikprojekt besteht für Schüler die Gelegenheit zur Beschäftigung mit Marschmusik einerseits als auch dem Liedergut im Neusser Schützenwesen andererseits.

Auch einen wissenschaftlichen Ansatz verfolgt das „Geschichtsprojekt“: Durch Erarbeitung von Beiträgen über den Bezug des Schützenwesens etwa zu politischen Entwicklungen in den vergangenen 200 Jahren kann, so hofft Ulrich für den NBSV, „ein Bewusstsein für historische Gesamtzusammenhänge“ entstehen.

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