Mit Martin Flecken an der Spitze geht der Neusser Bürger-Schützen-Verein e.V. (NBSV 1823) in die wichtigen nächsten zwei Jahre. Auf der Jahreshauptversammlung wählten die anwesenden Mitglieder den 66-Jährigen einstimmig für eine zweite Amtszeit bis zum Jubiläumsjahr 2023 als Präsident wieder.

Ebenfalls ohne Gegenstimme wurden auf der NBSV-Veranstaltung in Präsenz Robert Rath, Philipp Mehdorn und Tobby Weskamp und Mario Meyen als Mitglieder des Komitees bestätigt. Neu in die Vereinsspitze rückte Marcus Longerich – aus dem Grenadierkorps – als gemeinsamer Vorschlag des Komitees und der Korpsführer, der den Platz des nach zehn Jahren ausscheidenden Michael Schmuck einnimmt. Bei seiner Wahl in Anwesenheit von Schützenkönig Kurt I. Koenemann, NBSV-Ehrenpräsident Thomas Nickel und des designierten Regimentsobersts Bernd Herten sowie der Korpsspitzen erhielt der 42-Jährige ausnahmslos das Vertrauen der Schützen. „Ich bin glücklich und auch stolz, dass die Neusser Schützen so einhellig ihre Unterstützung für das Komitee gezeigt haben“, kommentierte Martin Flecken die Ergebnisse der Wahlen.

Besonders freute sich der NBSV-Präsident über die Zustimmung für Marcus Longerich: „Marcus ist Schütze mit Leib und Seele. Er wird eine Bereicherung für das Komitee sein.“ Der „Neuling“ selbst blickte seinen künftigen Aufgaben mit Tatendrang entgegen. „Der Abschied aus dem Regiment fällt mir sehr schwer, ich werde das Schützendasein vermissen. Zugleich freue ich mich aber umso mehr auf die Arbeit im Komitee, denn ich weiß, wozu es dient“, sagte der Bankmanager. Zu Schmucks Nachfolger im Amt des Vizepräsidenten bestimmte das Komitee auf seiner unmittelbar nach dem „Familientreffen“ im S-Forum der Sparkasse Neuss stattfindenden Sitzung den früheren Schützenkönig Mario Meyen. Schatzmeister Robert Rath, Schriftführer Holger Schöpkens und Schützenmeister Dr. Achim Robertz üben ihre bisherigen Aufgaben auch weiterhin aus.

Trotz der Absagen des Neusser Bürger-Schützenfestes in den beiden vergangenen Jahren legte Schatzmeister Robert Rath den Schützen für die beiden zurückliegenden Geschäftsjahre des NBSV und seiner gemeinnützigen Neusser Schützenfest gGmbH positive und von den Kassenprüfern als ordnungsgemäß testierte Gesamtbilanzen vor. Durch die verlässlichen Beitragszahlungen von jeweils rund 5.500 Schützen sowie Spenden ergab sich ungeachtet des unplanmäßigen Ausfalls weiterer Einnahmen für 2019/2020 ein Überschuss von 131.000 Euro sowie für 2020/2021 ein Plus von 76.000 Euro. Unter Berücksichtigung der erfolgenden Auflösung von Rückstellungen für die Modernisierung der Fackelbauhalle an der Blücherstraße erreicht der Überschuss für das vergangene Geschäftsjahr die gleiche Größenordnung wie 2020.


Vor den Kassenberichten hatte Schriftführer Holger Schöpkens seinen Geschäftsbericht auch zu einem eindringlichen Appell an die Neusser Schützen zu Beharrlichkeit und Vernunft im Kampf gegen die Pandemie genutzt: „Ich bin sicher, dass wir diese Krise überwinden werden. Wir haben es selbst in der  Hand. Wir können und müssen alle miteinander entschlossen reagieren, wir können, sollen und müssen die notwendigen
Einschränkungen annehmen und einander beistehen. Es liegt an jedem Einzelnen von uns, sich dem Virus entgegenzustellen. Es liegt an unserem Verhalten.“

Wiederum ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung nahm die Versammlung auch den Vorschlag zur Satzungsänderung durch eine ergänzende Datenschutzklausel an. Die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben in Form eines verbindlichen Hinweises auf eine eigenständige Datenschutzordnung inklusive der Regelung von Bildrechten bringt „unsere Satzung auf den Stand der Zeit“, wie das zuständige Komitee-Mitglied Dr. Christoph Ulrich erklärte.

In seinem Gesamtfazit der unter strikter Beachtung der 3G-Regeln durchgeführten Jahreshauptversammlung verband Martin Flecken nach der abschließenden kurzen Aussprache seinen Dank an die Schützen mit einem Ausblick: „Es war wichtig und schön zugleich, dass wir nach so langer Zeit wieder zusammengekommen sind. Die Neusser Schützen haben das Schützenwesen auch in Zeiten der Pandemie aufrechterhalten. Es war toll, wie unser Leitsatz ‚Wir.Schützen.Neuss.‘ in diesen schweren Zeiten durch viele soziale und Hilfsaktionen wirklich gelebt worden ist. Die beachtliche Disziplin, mit der die Schützen 2020 und 2021 auch ohne Schützenfest gefeiert haben, hat den guten Ruf des Schützenwesens in Neuss bestätigt. Trotz der jüngsten Entwicklung schaue ich in großer Hoffnung auf 2022, dass unser geliebtes Heimatfest endlich wieder stattfinden kann. Im Komitee arbeiten bereits alle schon an den Vorbereitungen.“

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