Der Neusser Bürger-Schützen-Verein (NBSV) setzt nach der Absage auch des diesjährigen Schützenfestes erneut auf die Solidarität seiner Mitglieder und ruft die Schützen zur Zahlung des traditionellen Jahresbeitrages auf. Zu diesem Schritt entschied sich das Komitee auf seiner gemeinsamen Sitzung mit den Korpsführern am 7. Juni 2021. Wie schon nach der Schützenfest-Absage im vergangenen Jahr beträgt der Beitrag für Aktive wie Passive einheitlich € 50,00.

Dem Beschluss mit Blick auf die unverändert bestehenden Verpflichtungen des NBSV unmittelbar vorausgegangen war eine Analyse der Auswirkungen der erneuten Absage des Schützenfestes. In diesem Zusammenhang erfolgte auch ein konstruktiver Meinungsaustausch mit den Vertretern aller Korps des Neusser Regimentes über das Thema. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und im Komitee auch durchaus diskutiert. Wir sehen das Festhalten an der Beitragszahlung als die für den Verein verantwortungsvollste Lösung an, wenn wir auch nach der Pandemie-Zeit auf einem weiter soliden Fundament hoffentlich das Neusser Bürger-Schützenfest 2022 vorbereiten und feiern möchten“, sagte Präsident Martin Flecken nach der Entscheidung des Komitees: „Uns ist natürlich einerseits bewusst, dass dem einen oder anderen durch die Absage des Schützenfestes gefühlt eine Gegenleistung für seinen Beitrag fehlen mag, aber andererseits leben Vereine immer auch zu großen Teilen von den obligatorischen Beiträgen ihrer Mitglieder und können ihren Aufgaben nur dadurch gerecht werden. Das gilt auch für den Neusser Bürger-Schützen-Verein. Gerade durch den wiederholten Ausfall unseres geliebten Schützenfestes ist der NBSV mehr denn je auch auf den gelebten Zusammenhalt seiner Mitgliedergemeinschaft angewiesen. Deswegen hoffen wir in diesen Zeiten auf den Rückhalt bei den Neusser Bürger-Schützen, für den die Entrichtung des Jahresbeitrages auch ohne das Schützenfest ein kraftvolles Zeichen sein würde.“

Schatzmeister Robert Rath führt aus, dass der Etat des Neusser Bürger-Schützen-Vereins sich in einem normalen Schützenjahr nur zu einem Drittel aus den Beiträgen seiner Mitglieder speist. „Das ist nicht gesund. Neben diesem wichtigen Stabilitätsfaktor sind andere Einnahmeposten wie Sponsorenzahlungen und auch Spenden durch die Corona-Krise mindestens deutlich kleiner geworden“. Demgegenüber stehen laut Schatzmeister trotz der Schützenfest-Absage teils nicht oder kaum reduzierbare Fixkosten. „Dazu gehören Aufwendungen vor allem durch
Mietzahlungen u.a. für die Fackelbauhallen, Versicherungsbeiträge sowie Personalkosten in Form von Aushilfslöhnen und Sozialabgaben. Im laufenden Geschäftsjahr sind zudem einmalige Zusatzkosten in beträchtlicher Höhe für die Modernisierung der Fackelbauhalle an der Blücherstraße sowie die baurechtlich vorgeschriebene Erneuerung des Schießstandes auf der Festwiese in das Budget eingestellt“.

Ein Termin für den Verkaufsstart der Aktivenkarten steht noch nicht fest. Geplant wird die Ausgabe aber wie in „normalen“ Jahren nach der Bürgerversammlung.

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