Nach der Wahl von Christoph Heusgen zum künftigen Chef der Münchner Sicherheitskonferenz hat Präsident Martin Flecken für den Neusser Bürger-Schützen-Verein e.V. (NBSV 1823) dem Mitglied der Neusser Schützenlust zur Übernahme der globalpolitisch bedeutsamen Aufgabe gratuliert.

„Wir freuen uns sehr, dass unser Schützenfreund Christoph Heusgen Chef der Münchner Sicherheitskonferenz wird“, sagte Flecken. Zugleich stellte Flecken Heusgens Engagement im Schützenwesen und Beruf in einen großen Zusammenhang: „Schützen haben sich historisch im Kleinen in ihren Städten für Sicherheit und Frieden eingesetzt und wirken – auch auf hochrangiger Ebene wie der Münchner Sicherheitskonferenz –
immer noch in diesem Sinne.“

Zu Wochenbeginn war Heusgen vom Stiftungsrat der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) als Vorsitzender ab Februar 2022 bestimmt worden. Der in Neuss aufgewachsene Experte für Außen- und Sicherheitspolitik tritt durch das Votum die Nachfolge von Wolfgang Ischinger an, der den 66-Jährigen selbst vorgeschlagen hatte. Die Sicherheitskonferenz habe sich unter Ischinger „zum weltweit wichtigsten Forum für Debatten über Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik entwickelt“, sagte Heusgen nach seiner Wahl zum Stellenwert seiner neuen Aufgabe. In München treffen sich jedes Jahr im Februar hunderte Experten, darunter Staats- und Ministerpräsidenten sowie Minister und Staatssekretäre aus aller Welt, um über globale Krisen und deren Lösungen zu diskutieren.

Christoph Heusgen fungierte zuletzt von 2017 bis zum vergangenen Sommer als Deutschlands Botschafter bei den Vereinten Nationen (UN) in New York. Zuvor gehörte der Wirtschaftswissenschaftler nach 25 Jahren im Auswärtigen Dienst von 2005 bis zu seiner Berufung zum Botschafter bei der UN als außen- und sicherheitspolitischer Berater zum Kreis der engsten Vertrauten von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dieser Aufgabe unmittelbar voraus ging Heusgens Tätigkeit in Brüssel als Chef des politischen Stabes von Javier Solana als Hohem Vertreter für die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union.

Neuss und sein Schützenwesen sind für den Apotheker-Sohn mit Schützentradition im Stammbaum, der nach seinem Abitur 1973 am Quirinus-Gymnasium an der Hochschule St. Gallen sowie am Georgia Southern College studierte und abschließend in der Schweiz promovierte, auch während seiner langen internationalen Laufbahn stets Fixpunkt seines Lebens geblieben. „Das Neusser Schützenfest“, unterstrich Heusgen vor wenigen Jahren seine innige Beziehung zur Quirinusstadt bei seiner Auszeichnung mit der Ehrenmedaille der Neusser Heimatfreunde, „ist das schönste Wochenende im Jahr.“ Für die Leidenschaft ist Heusgen auch weit über die Grenzen seiner Heimatstadt bekannt: Schon mehrfach berichtete die renommierte Frankfurter Allgemeine Zeitung, dass der vielgefragte Politberater das Neusser Schützenfest nie verpasst.

Für die Neusser Bürger-Schützen nutzte Heusgen, der erst kürzlich eine Gastprofessur an der St. Gallener Universität verliehen bekam, auch immer wieder sein persönliches Netzwerk. Mehrfach vermittelte das Gründungsmitglied des Schützenlustzuges „Nur so“ dem Heimatfest prominente Ehrengäste wie etwa Botschafter aus den USA, Großbritannien, Frankreich und auch China. „Dafür“, erinnerte Flecken in seiner Gratulation auch an Heusgens Einsatz für das Schützenfest auf diplomatischer Ebene, „sind wir sehr dankbar.“

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