Beseelt von der Hoffnung auf eine Rückkehr zur Normalität auch für das Neusser Bürger-Schützenfest hat Präsident Martin Flecken für das Komitee des Neusser Bürger-Schützen-Vereins e.V. ein positives Fazit der vergangenen Tage rund um den angestammten Termin des Heimatfestes gezogen.

Durch den erneuten Ausfall des Schützenfestes aufgrund der Corona-Pandemie sei die Bedeutung des Schützenwesens und seiner Wurzeln besonders deutlich geworden, betonte Flecken. „Leider konnte das Schützenfest in seiner üblichen Form wieder nicht stattfinden. Wenn man das Geschehen in unserer Stadt mit ein wenig Abstand noch einmal Revue passieren lässt, kann man sicher sagen, dass die Neusser und ihre Bürger-Schützen dennoch überwiegend schöne Tage gestaltet und erlebt haben, die den Alltag vergessen ließen. Die Gemeinschaft bildete und stärkte sich in den Zügen“, erklärte Martin Flecken in seiner Rückschau mit Blick auf die zahlreichen Veranstaltungen der einzelnen Züge aus allen Korps und ihrer Familien in kleinen Rahmen.

Ausdrücklich hob der NBSV-Präsident das Engagement verschiedener Korps zur Verbreitung von Schützenfest-Atmosphäre in der Stadt hervor: „Die Bläser der Jäger auf dem Münsterturm, der Besuch der Scheibenschützen im Johannes-von-Gott-Haus, oder die Gemeinschaftsfackel der Grenadiere auf dem Freithof und dem Markt waren besondere Aktionen.“ Ein Schlaglicht sei auch die Jubilars-Ehrung des NBSV im Neusser Zeughaus gewesen. „Das hatte etwas ganz Besonderes“, bezeichnete Flecken die ansonsten an Oberstehrenabenden stattfindende Auszeichnung der Jubiläums-Züge und -Marschierer. Aus der Hand des designierten Regimentsobersts Bernd Herten erhielten bei der von Schützenmeister Dr. Achim Robertz unter Beachtung der Corona-Vorgaben organisierten Veranstaltung die Jubilare dieses und des vergangenen Jahres Orden und Urkunden für 25-, 50-, 75- oder sogar 100-jährige Treue zum Neusser Schützenfest.

Traditionell wurden Einzeljubilare auch für 60 Jahre geehrt. „Die Begleitung durch Marschmusikklänge des Musikvereins Holzheim war herrlich“, resümierte Flecken. Das Komitee hatte nach der Absage des Schützenfestes bewusst nur wenige offizielle Termine angesetzt und damit Raum für individuell gestaltete Zugveranstaltungen in unterschiedlichsten Formen geschaffen. Neben der Jubilars-Ehrung standen für die NBSV-Spitze lediglich noch das traditionelle Totengedenken auf dem Hauptfriedhof mit Abordnungen aller Korps und einer anschließenden Kranzniederlegung am Löwen vor dem Zeughaus sowie der Besuch des Schützenhochamtes in St. Quirin auf dem Programm.

So sehr die Neusser und die Schützen in den vergangenen Tagen mit bemerkenswerter Kreativität und auch Disziplin das Beste aus der unbefriedigenden Situation durch die unvermeidlichen Einschränkungen der Corona-Regeln machten, so sehr hofft Flecken sicher nicht nur im Namen aller Mitglieder auf ein Schützenfest im kommenden Jahr: „Wir sind zuversichtlich, dass wir nächstes Jahr durch einen Impfschutz in der breiten Bevölkerung, zu dem auch wir unter unserem Motto „Wir.Schützen.Neuss.“ mit der Aktion ‚Lass Dich impfen“ weiter
beitragen wollen, unser geliebtes Heimatfest endlich wieder feiern können.“

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