Viele Neusser Fackelbauer aus den Korps der St-Hubertus-Schützen und der Schützengilde haben schon am dritten Adventwochenende eine schützenfestliche Bescherung feiern dürfen. Insgesamt 15 Hubertuszüge und 10 Gildezüge bezogen am 11. Dezember (Samstag) nach gründlichen Vorbereitungen mit ihren Fackelgestellen die neuen Stell- und Bauplätze in der Fackelbauhalle an der Blücherstraße, die der Neusser Bürger-Schützen-Verein e.V. (NBSV 1823) in den vergangenen Monaten saniert hatte.

Beim Abmarsch der 25 Züge in Anwesenheit der Majore Volker Albrecht (Hubertusschützen) und Stefan Schomburg (Schützengilde) aus ihrer „alten Heimat“ in der Halle an der Karl-Arnold-Straße nahe des Güterbahnhofs wehte über dem Tross auf seinem von der Polizei gesicherten Weg über die Düsseldorfer Straße und die Dyckhoffstraße in das neue Domizil hinter dem Theater am Schlachthof ein Hauch von  Schützenfest-Gefühlen. Zu sehr weckte die Szenerie mit den wie an einer Schnur aufgereihten Fahrgestellen besonders nach dem Ausfall der beiden vergangenen Heimatfeste wehmütige Erinnerungen an Aufmärsche der Korps zu den Fackelzügen in den vielen Jahren vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie.

Der buchstäbliche Umzug verlief – abgesehen vom nasskalten Wetter – wie vom designierten Regimentsoberst Bernd Herten als Koordinator erhofft ohne Probleme. „Ich bin sehr zufrieden, wir konnten alle Fackelgestelle wie geplant zur Blücherstraße überführen. Alle Züge haben mitgezogen und wieder einmal gezeigt, dass auf Neusser Schützen Verlass ist. Darauf sind wir sehr stolz“, sagte Herten nach dem rund 30-minütigen Marsch.
Für Herten war der Umzug der gelungene Abschluss seines ersten Großprojektes seit seiner Nominierung für den Posten des Regimentsobersts. Der Grenadier koordinierte seit dem Beschluss für die erweiterte Nutzung der Halle an der Blücherstraße zusammen mit seinem designierten Adjutanten Stefan Lülsdorf sowohl die Modernisierungsarbeiten in den vergangenen Monaten als auch zuletzt die Pläne für die Verlegung des Standortes der 25 Großfackeln.

Insgesamt haben nunmehr 50 Großfackeln für das Neusser Bürger-Schützenfest an der Blücherstraße ihren festen Stellplatz. Denn im Barbaraviertel sind seit über zehn Jahren schon die Fackelbauer des Jägerkorps mit ihren Gestellen beheimatet. Der zusätzliche Platz für die Züge der Hubertusschützen und der Schützengilde war durch den
Auszug der Karnevalisten, die bis 2019 ihre Wagen für den Kappessonntagzug ebenfalls an der Blücherstraße bauten, frei geworden.

Der NBSV hatte die Halle seit Ende Januar in mehreren Abschnitten aus Eigenmitteln für rund 65.000 Euro umfangreich modernisiert. Im Mittelpunkt der Bauarbeiten standen die Erneuerung der sanitären Anlagen, die Verbesserung der Hallenbeleuchtung und die Erweiterung der Stromversorgung. An jedem Bauplatz sind nun neben 220-Volt- auch Starkstromleitungen vorhanden. Die Halle an der Karl-Arnold-Straße nutzt nunmehr nur noch die Neusser Schützenlust für den Bau von Großfackeln. Für das größte Korps im Neusser Regiment stehen nach dem Auszug von Hubertusschützen und Schützengilde rund 25 Stell- und Bauplätze zur Verfügung. Bereits unmittelbar nach dem Abzug ihrer bisherigen „Nachbarn“ aus dem Hubertusschützen- und Schützengilde-Korps räumten Mitglieder der Schützenlust in der Halle und säuberten den Boden. Unter Begutachtung ihres Majors Andre Uhr verlegten angestammte Züge ihre Gestelle an lichtere Plätze, während weitere Züge mit ihren Fackelbau-Utensilien überhaupt erst einzogen.

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